Ein warmer Frühlingstag im Wald

Eichelhäher
Eichelhäher

Kaum habe ich den Wald betreten schon begegnet mir Rehwild. Mit braunem Fell sind Rehe perfekt getarnt und im Frühjahrswald mit kahlen Stämmen und Ästen und dem braunem Laub am Boden kaum zu erkennen. Nur das weiße Hinterteil, den sogenannten Spiegel, sehe ich davon hüpfen.

Zartes Grün zeigt sich im Unterstand. Holunder, Weißdorn und Kirschen zeigen schon erste Blattspitzen. An sonnigen Stellen an der Forststraße sind schon Blütenansätze vom Holunder zu sehen. Unter den Vögeln höre ich heute zum ersten Mal den Zilpzalp. Dieser Vogel scheint sehr standorttreu zu sein, jedes Jahr höre ich seinen Ruf an denselben Stellen im jungen Eichengebüsch.

 

Am Waldweiher schlägt mir ein übler Geruch entgegen. Vom toten Karpfen ist zwar nichts mehr zu sehen aber irgendwo muss der Kadaver noch herumliegen. Heute fliegt nur ein einzelnes Blässhuhn ab, sonst sind keine Wasservögel zu sehen. Es wird ein schöner Frühlingstag mit Temperaturen um 13° C.  Der Wasserknöterich zeigt erste rote Blattspitzen auf der Wasseroberfläche des Weihers.

 

In den Wasserlöchern im Wald tummeln sich massenweise Schnakenlarven. Einzelne Blätter gehen am Grund auffällig spazieren. Köcherfliegenlarven haben sich diese Tarnung angelegt.

 

Die Spechte sind fleißig bei der Arbeit. Ich beobachte ein Kleiberpaar , das verschiedene Nisthöhlen inspiziert. In einem Weißdorn, sehe ich die Anfänge eines Nestbaus, wahrscheinlich von einer Amsel.