Totholz - wie es sich verändert

Die große, von Pilzen befallene Buche ist bei der Holzernte abgebrochen. Man sieht es alten Buchen oft nicht an, wie stark sie schon durch Fäulnis geschädigt sind. Besonders in Astgabeln hoch am Stamm sammelt sich gerne Wasser, das über Jahre hinweg Fäulnisschäden verursachen kann ohne das dies überhaupt sichtbar wird.

 

Der Stamm wird nun als Totholz im Wald belassen. Zahlreiche Insekten werden hier nisten und Spechten und anderen Vogelarten als Nahrung dienen. 

 

Es dauert einige Jahre bis ein Stück Totholz vollständig verwittert ist. An einigen Stellen im Wald habe ich immer wieder die gleichen Baumstümpfe und Totholzstämme fotografiert. Liegende Stämme werden gerne auf ganzer Länge von Moosen besiedelt. Im Herbst findet man dann oft verschiedene Arten von Schirmpilzen. Je weicher der Holzkörper desto drastischer scheinen sich die Spechte daran auszutoben. Dann dauert es meist nicht mehr sehr lange bis die ursprüngliche Form des Stammes verschwunden ist. 

Diesen Buchenstamm  beobachte ich seit 2014. Spechte haben im Mai 2014 damit begonnen, das morsche, von Moos bewachsene Holz an einem Ende aufzuhacken. Im Februar 2017 hat schon ein großes Stück des Stammes seine Form verloren. Man kann das morsche, weiche Holz an seiner braunen Farbe erkennen.  Dieser Prozess wird weiter fortschreiten bis nur noch eine flache, am Boden liegende Schale übrigbleibt, die dann vollends verwittert und von Kleinorganismen zu Mulch zerlegt wird.