Unterwegs am Roten Buckel Maulbronn

Spuren im Schnee am Fuchsbau
Spuren im Schnee am Fuchsbau

Heute bei frostigen -10°C habe ich einen Besuch am Fuchsbau gemacht. Irgendwie habe ich den Verdacht dass nicht nur ein Fuchs, sondern auch der Bauherr, ein Dachs hier noch aktiv ist. Eine breite Röhre mit ovalem Querschnitt deutet darauf hin. 

 

Nicht nur die Fuchsspuren im Schnee, sondern auch der Dampf warmer Luft, der wie aus einem Kamin aus einer dünnen Röhre emporsteigt und den Schnee am Rand hat schmelzen lassen, deutet darauf hin, dass es sich jemand tief in  der Erde gemütlich gemacht hat.

Vor einiger Zeit, es liegt wohl schon 1-2 Jahre zurück wurde die große Weissdornhecke am Waldrand "gepflegt" . Im Frühjahr war der durchgehende Streifen weißer Blüten eine Augenweide. 

 

Die Hälfte dieser Pracht ist der Pflegemaßnahme zum Opfer gefallen. Die überalterte Hecke hat sich nicht mehr erholt und nicht wieder ausgeschlagen. An den abgeholzten Stellen wuchern Brombeergestrüpp und Sauergräser. Das Ausputzen der Waldränder findet seit Jahrzehnten statt und so sind über die Jahre nach und nach Hecken an Waldrändern dezimiert worden. Natürlich wollen die Landwirte nicht, dass der Wald langsam aber sicher ihre Wiesen und Äcker erobert. Aus diesem Grund sollte Wald immer mit ausreichendem Abstand zu landwirtschaftlichen Flächen angepflanzt werden, um genügend Raum für einen stufigen Waldrand mit Sträuchern und Stauden zu schaffen. Zielsetzungen zum Aufbau und Pflege von Waldrändern wurden von der Forstverwaltung schon vor Jahrzehnten entwickelt (Lebensraum Waldrand Schutz und Gestaltung, Merkblatt FVA) . Mit der Umsetzung hapert es aber gewaltig.