Entdeckungen im Dezember Wald

Maulbronner Markstein im Wald
Maulbronner Markstein im Wald

Bis jetzt ist der Winter noch nicht so richtig im Wald eingezogen. Die Temperaturen liegen knapp über oder nur knapp unter dem Gefrierpunkt. Keine einzige Schneeflocke ist bisher gefallen, weisse Weihnachten werden auch dieses Jahr nicht stattfinden.

 

Der Winter ist die bevorzugte Jahreszeit für den Holzeinschlag. Viel ist davon bisher nicht zu sehen. Hier haben die Waldarbeiter Grenzsteine farbig markiert, wahrscheinlich um die Durchforstungsfläche oder Brennholzlose abzugrenzen. Auf dem Markstein, einem Viehtriebstein, der dazu diente bestimmte Bereiche im Wald als Viehweide abzugrenzen, ist der Abtsstab als Zeichen für die Maulbronner Markung zu erkennen. Immer mehr historische Grenzmarken gehen auch im Wald verloren. Meist werden diese bei der Holzernte beschädigt. Lose Marksteine werden auch gerne von interessierten Waldbesucher mitgenommen.  Der Schutz und der Erhalt dieser Kleindenkmale ist mühsam und schwierig. Wer eine Beschädigung eines solchen Marksteines beobachtet oder gar bemerkt, dass ein Markstein aus dem Boden gerissen wurde, sollte dies unbedingt der Gemeinde und dem Denkmalamt zur Anzeige bringen.

 

 

Auf meinem Streifzug besuche ich eine Eiche mit einer riesigen Maserknolle am Stammfuss. Das Holz mit den Wucherungen ist anscheinend von Drechslern sehr gesucht. Man kann daraus wohl schöne,dekorative Holzschalen herstellen. Am Wegrand sind schöne Eichenstäme gelagert. Die Zahlen in blauer Försterkreide geben die Maße an: 6,2 Meter Länge und 73 cm Durchmesser in der Mitte.  Meisten sieht man Spechte in den Baumkronen arbeiten, aber vor allem Schwarzspechte habe ich auch des öfteren am Stammfuss von Bäumen beobachtet. An einer großen Eiche haben Spechte die Stammbasis ausgeräumt. Brennholz ist nach wie vor groß in Mode. Es wird nicht nur in Stapeln als Meterholz verkauft, sondern oft wird das nach einer Durchforstung a Boden liegende Holz in Bausch und BOgen als sogenanntes Brennholzlos verkauft. Der Käufer kann oder muss dann selbst für die Aufbereitung und den Abtransport sorgen. In der hiesigen Gegend gibt es noch Bienenzüchter, die ihre Völker draussen überwintern.