Portrait eines Buchenstamms , Naturstudie in Ölpastellen

Buchenstamm, Naturstudie in Ölpastellfarben
Buchenstamm, Naturstudie in Ölpastellfarben vor schwarzem Hintergrund

 In dieser Studie habe ich versucht, die typischen Merkmale eines älteren Buchenstammes mit Ölpastellfarben darzustellen.

 

Die "Mooschürzen" wachsen bevorzugt an den feuchten Stellen des Stammes. Oft ist die Wetterseite, d.h. die Seite, die gegen die Hauptwindrichtung ausgerichtet ist, bis in größere Höhen mit Moosen bewachsen. In diesem Beispiel ist dies die Westseite. Moose wachsen aber auch an den geschützten Flanken der Wurzelanläufe im Windschatten. 

 

Mit den Jahren kann sich der Bewuchs mit Moosen immer weiter ausdehnen und sich sehr weit den Stamm hinauf entwickeln. Bei trockenem Wetter ist das Grün eher stumpf und gelblich, während bei feuchter Witterung die Moose satt  gefärbt sind.

 

Neben den Moosen findet man auch verschiedene Arten von Flechten und Algen,  die die Rindenoberfläche leicht bläulich aussehen lassen oder auch ein Muster aus weißlichen, unregelmäßigen Flecken am Stamm bilden.

 

Die  weitgehend glatte Rinde der Buche wird mit zunehmendem Alter am unteren Stammende rissiger, insbesondere an den Wurzelanläufen ist dies zu sehen. Es bilden sich vertikale und horizontale Rillen oder auch Wülste. Die sogenannten "Chinesenbärte", oft nach unten geöffnete Narben in Form von Halbkreisen, weisen auf abgebrochene, bzw. eingewachsene Äste hin.