Spaziergang zum Hohenacker See

Gouachemalerei im Skizzenbuch, Spaziergang zum Hohenacker See durch den sommerlichen Wald
Gouachemalerei im Skizzenbuch, Spaziergang zum Hohenacker See durch den sommerlichen Wald

Ich nutze das trockene Wetter zu einem Nachmittagsspaziergang im sommerlichen Wald. Es ist heute deutlich kühler und es weht ein frischer Wind. Über den blauen Himmel ziehen weisse Wolken.  Am Wegrand sind einige unscheinbare Orchideen (breitblättrige Sumpfwurz) zu sehen. Nachdem ich einen Blick auf den Hohenacker See geworfen habe, setze ich mich in den Schatten einer großen Buche an der Waldstraße zum malen. Heute habe ich meine Gouachefarben und das große Skizzenbuch (A3) dabei.

Ein heißer Sommertag auf dem Klosterberg

Blick vom Klosterberg Maulbronn
Blick vom Klosterberg Maulbronn

Heute wird es heiß, am Mittag steht das Thermometer bei 28°C im Schatten. Ich steige am Klosterberg hinauf.

 

Ein Balkenschröter kreuzt meinen Weg, zahlreiche Damenbretter flattern über die sonnigen Kleewiesen, sogar eine Prachtlibelle ist am  weiter oben am Hang zu sehen.

 

Jemand hat entlang eines alten Grasweges Berberitzen und einen Maulbeerbaum gepflanzt. Es scheint dieser Weg soll in Zukunft nicht mehr von Spaziergängern genutzt werden.

 

Ich suche mir einen Sitzplatz im Schatten am Waldrand in der Nähe der Stadtlinde mit Blick über Streuobst hin zum Waldrand.  Mit ölstiften setze ich einige Akzente auf farbigem Untergrund.

 

Schon bald wird eine Landschaft  sichtbar. Ich male zwar vor Ort aber nicht topographisch. Aus dem Tal klingt die Glocke der Klosterkirche herüber, es riecht nach frisch gemähtem Gras, dann erklingt von Ferne eine Blaskapelle und erinnert an die Fronleichnamsprozession.

 

Die Untermalung für das Ölpastell ist fast fertig, da kommt auch schon der Landwirt mit Traktor zum Heuschwaden, wie er mir erklärt.  

Ein Ausflug ins Gartenreich Dessau

Landschaftsgarten Wörlitz, Blick über den See auf die Rückseite des Schlosses, Ölpastell 16X27 cm
Landschaftsgarten Wörlitz, Blick über den See auf die Rückseite des Schlosses, Ölpastell 16X27 cm
Luisium , Landschaftspark Dessau, Tuschezeichnung
Luisium , Landschaftspark Dessau, Tuschezeichnung

Ich habe ein paar Tage im Gartenreich Dessau zugebracht. Es gibt sehr viel zu sehen, nicht nur die wunderschöne Parkanlage in Wörlitz, sondern auch verschiedene andere Parks in Dessau und Umgebung. Ich möchte auf jeden Fall noch einmal dorthin reisen, um mehr Zeit mit Spaziergängen und Zeichnen/Malen verbringen zu können.

 

Die Gartenanlage in Wörlitz ist nach meinem Eindruck sehr stark von den Wasserflächen geprägt, die eine besondere Atmosphäre schaffen. Im Winter soll die Anlage besonders schön sein, was ich mir sehr gut vorstellen kann, denn dann wird  der Blick durch die Baumgruppen entlang der Seen sicher sehr interessant.

 

Sehr gut gefallen haben mir aber auch das etwas wilde Georgium im Norden von Dessau in der Nähe der Elbe und vor allem auch das Luisium im Ortsteil Waldersee. 

Rapsfeld - Ölpastell am Waldrand

Rapsfeld am Waldrand,Ölpastell 35X 50 cm
Rapsfeld am Waldrand,Ölpastell 35X 50 cm

In den letzten Tagen ist es ist heiß geworden. Heute klettert das Thermometer auf über 30°Celsius. Selbst im Schatten werden um die Mittagszeit 29,5 °C erreicht.

 

Am Vormittag steige ich den Klosterberg hinauf. Der alte Fußweg ist fast zugewachsen. Am Waldrand des Salzacker setze ich mich in den Schatten eines großen Nussbaumes um am Bild mit dem blühenden Rapsfeld weiter zu malen. Hinter mir zwitschern die Buchenfinken und Grasmücken. Ein Plattbauch, die Libelle mit dem schönen,hellblauen Hinterleib schwirrt vorüber.

 

Der Himmel ist heute hoch oben wieder wunderbar, intensiv blau. Zum Horizont wird das Blau immer heller und blasser um schließlich dicht über der Horizontlinie in ein bleiches weiß überzugehen. Nur ein paar dünne Schleierwolken sind zu sehen. In der Ferne stehen die bewaldeten Kuppen des Strombergs in bläulichem Grün, der Südhang des Hofberges ist gerade noch zu erkennen.

Buchenlaub - Linienzeichnung

Dichtes Buchenlaub, labyrinthisches Liniengewirr, Arcylmarker, A4
Dichtes Buchenlaub, labyrinthisches Liniengewirr, Arcylmarker, A4

Heute Abend ist noch Zeit für eine Studie im nahen Buchenwald. Der Versuch, das Licht auf den Buchenblättern zu zeichnen endet in einem labyrinthischen Liniengewirr.

Endlich Sonne im Maiwald

In der Morgensonne leuchtendes Grün der Buchen
In der Morgensonne leuchtendes Grün der Buchen

Die Morgensonne bringt heute wunderbares Licht in den Wald. Der Himmel ist tiefblau und strahlend weiße Wolken ziehen mit dem Wind von Westen nach Osten.

Am Waldrand empfängt mich,wie üblich, eine Grasmücke mit großem Spektakel. In den Fahrrinnen der Forstmaschinen hat sich ein Biotop entwickelt.

Es ist immer wieder überraschend wie sich solche Kleinbiotope so schnell im Frühjahr entwickeln. Der Boden ist hier tonig und scheint undurchlässig genug zu sein. Das Wasser steht hier schon seit Wochen, während an anderer Stelle schon mehrfach Gräben und Mulden ausgetrocknet sind.

  

Das Laub der Hainbuchen ist schon ausgereift und sehr dunkel. Die Buchen stehen noch in hellem Grün. Die Belaubung ist aber voll entfaltet und nur wenig Licht dringt nunmehr bis auf den Waldboden.

Seit Wochen warte ich auf den Ruf des Pirols, erst heute ist er am gewohnten Standort in der Nähe des Waldweihers zu hören und sogar auf einer mächtigen, abgestorbenen Eiche sitzend zu sehen.

Eine Horde Wasserfrösche beeindruckt mich am Ufer des Weihers mit einer Vorführung im Synchronspringen. Ein paar Frösche quaken und ein Blässhuhn fliegt ab.  Der Wasserknöterich hat sich bis weit in den vorderen Bereich der Wasserfläche ausgebreitet.

 

Ich ziehe weiter hinaus aus dem Wald in die Grasfluren zu den Obstbäumen um noch eine Studie von Licht und Schatten in den Baumkronen zu zeichnen.

Malen in der Natur einmal anders

Ein mit Ölfarbe grundierte Bogenpapier inspiriert zu einer Fantasielandschaft
Ein mit Ölfarbe grundierte Bogenpapier inspiriert zu einer Fantasielandschaft

Heute Morgen habe ich Dorothy Wordsworth, das Alfoxden Journal gelesen. Neben sehr nüchternen Notizen über den Tagesablauf findet man immer wieder stichwortartige Landschaftsbeschreibungen, die gleichsam mit dem Wortpinsel skizzierte Landschaften in der Fantasie des Lesers entstehen lassen.

Inspiriert von dieser Lektüre mache ich mich auf den Weg ohne Idee zu einem bestimmten Motiv, aber mit einem grundierten Bogen Papier, den ich schon lange für die „richtige“ Gelegenheit aufbewahrt habe.

 

Es ist etwas schwül, obwohl das Thermometer nur 17° Celsius angezeigt hat. Vermutlich liegt das an der hohen Luftfeuchte, am Vorabend hatte es Gewitterregen gegeben.

Das Gras im Wald steht inzwischen schon meterhoch. Der Wald sieht fast schon sommerlich aus,wäre das Grün nicht noch hell und transparent. Bald wird, wenn alle Blätter ausgereift sind, die große, grüne Langeweile im Wald ausbrechen.

 

Auf dem Weg in den Wannenwald höre ich Zilpzalp, Drosseln, Buchfinken. Grasmücken, Kleiber und Tauben. Ich bin heute recht unentschlossen, schließlich lasse ich mich am Waldrand unter einer schönen Habitatbaumgruppe aus alten Buchen nieder.

 

Die farbige Grundierung will heute nicht so recht zum Wald passen. Ich drehe den Bogen um 180° und lasse mich zu einem freien Landschaftsentwurf inspirieren. Aus den abstrakten Formen versuche ich Felder und Bäume zu entziffern. Eines der gelb leuchtenden Rapsfelder, die derzeit blühen, kommt mir in den Sinn und wird eingefügt.

 

Während ich mich langsam ins Bild taste höre ich schnippende Geräusche im Gebüsch. Nach einiger Zeit zeigt sich des Rätsels Lösung. Der Jagdpächter knipst sich die Schussbahn entlang des Waldrandes frei.

Buchenlaub im Abendlicht

Buchenlaub im Abendlicht
Buchenlaub im Abendlicht

Nach den trüben Tagen nutze ich heute die Zeit vor Sonnenuntergang zu einem kurzen Spaziergang im nahe gelegenen Buchenwald. Die tiefstehende Sonne zaubert für eine halbe Stunde eine besondere Atmosphäre.

Noch mehr Regen

Frühjahrsgrün im Buchenwald
Frühjahrsgrün im Buchenwald

Auch heute ist der Himmel grau und es fällt Nieselregen. Der Höhepunkt des Laubausbruches an Buche ist erreicht, drei Wochen später als im Vorjahr. Das Wasser ist in die Tümpel und Gräben zurückgekehrt, aber die Molche sind auf und davon. 

Ein grauer,regnerischer Sonntag mit sattem Buchengrün

Hellgrünes Buchenlaub
Hellgrünes Buchenlaub

Heute zeigt das Thermometer 10,6 °Celsius, der Himmel ist grau, es fällt Regen.  Im Buchenunterwuchs dringt kaum noch Licht durch das inzwischen dichte Blätterdach. Aber noch dominiert das schöne, helle Frühjahrsgrün, das unter dem gedämpften Licht des grauen Himmels noch satter leuchtet.

Ich versuche, meine Kamera mit Hilfe von unbeschriebenen Notizbuchseiten auf den „richtigen“ Weissabgleich einzustellen. Durch den elektronischen Sucher betrachtet, erscheint mir das Grün der Buchen geradezu aggressiv.

 

Gelb blühende Taubnesseln am Wegrand und Zypressenwolfsmilch am Waldrand sind zu sehen. Der Wald ist heute menschenleer. Auf der nahen Bundesstraße rauschen Fahrzeuge über den nassen Asphalt. Vor allem die Drosseln singen, aber auch Tauben und der Zilpzalp sind unterwegs.

 

Ich suche Schutz vor dem Regen unter hohen Fichten und stoße unerwartet auf einen jungen Bestand von Edellaubholz, hier wurden Linden und Bergahorn gepflanzt. Der Boden ist übersäht mit Ahornsämlingen.